Höxter (red). Nach dem Fund einer leblosen Person am 16. April in der Judengasse unterhalb der Kilianikirche in Höxter hat die Staatsanwaltschaft Paderborn ihre Prüfung nun abgeschlossen und eine Entscheidung getroffen, wie Höxter-News erfahren hat. Der Vorfall hatte in der Bevölkerung für große Aufmerksamkeit gesorgt. Gegen Mittag hatten Passanten den Mann entdeckt und umgehend Polizei und Rettungsdienst verständigt. Trotz des schnellen Eingreifens konnte der alarmierte Notarzt nur noch den Tod feststellen. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen 61-jährigen Mann aus dem Kreisgebiet Höxter. Im Anschluss an die ersten Ermittlungen durch die Polizei wurde geprüft, ob zur weiteren Klärung der Todesursache eine Obduktion erforderlich ist. Wie Staatsanwalt Kai Uwe Waschkies am Montag, 20. April, mitteilte, wurde darauf verzichtet. Der Leichnam ist bereits freigegeben worden. Nach Einschätzung der Ermittlungsbehörden spricht alles für eine innere Ursache des Todes.
Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden ergaben sich nicht. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Mann kurz vor dem Vorfall noch eine Apotheke in der Innenstadt aufgesucht, offenbar wegen gesundheitlicher Beschwerden. Welche konkrete Erkrankung letztlich zum Tod führte, konnte jedoch nicht festgestellt werden. Eine eindeutige Klärung wäre nur durch eine Obduktion möglich gewesen. Da keine Hinweise auf eine Beteiligung Dritter vorlagen, wurde der Fall aus strafrechtlicher Sicht nun abgeschlossen. Die weiteren Schritte erfolgen nun unabhängig von Polizei und Staatsanwaltschaft im Rahmen der üblichen Bestattungsabläufe. Der Todesfall hat viele Menschen in der Region bewegt. Insbesondere die Umstände des Auffindens am helllichten Tag haben für Gesprächsstoff gesorgt. Am Ort des Geschehens in der Judengasse erinnern inzwischen Blumen und Kerzen an den Verstorbenen, die von Passanten dort abgelegt wurden.
Foto: Thomas Kube