Höxter (red). Im Kulturland Kreis Höxter gibt es vielfältige Lebensräume für geschützte Tier- und Pflanzenarten, die europaweite Bedeutung haben. Dazu gehören auch die Flusslandschaften auf beiden Seiten der Nethe zwischen den Ortschaften Amelunxen und Godelheim. Dort führen der Kreis Höxter und die Landschaftsstation im Kreis Höxter derzeit umfangreiche Maßnahmen zum Naturschutz und zur Landschaftspflege durch.
„Ein wichtiges Ziel ist es, die Netheaue naturnah weiterzuentwickeln, um diese einzigartige Flusslandschaft wieder als artenreichen Lebensraum und Wanderkorridor für Amphibien zu erschließen“, erklärt die Leiterin des Fachbereichs Umwelt, Bauen und Geoinformationen des Kreises Höxter, Dr. Kathrin Weiß. Ein weiteres Ziel sei es, die Vernetzung von Lebensräumen im Sinne eines Biotopverbundes zu stärken.
Zur Auflichtung der Flusslandschaft sind zunächst Fällarbeiten notwendig, um besonnte Flächen zu schaffen. Mit Baggern, die derzeit im Gelände unterwegs sind, werden Vertiefungen ausgehoben, um Kleingewässer als Lebensräume für Frösche, Kröten, Unken, Molche und weitere Amphibien anzulegen.
„So entsteht ein Wechselspiel verschiedener Feuchtlebensräume, die durch eine Vielfalt unterschiedlicher Strukturen geprägt sind. Damit werden wir die Lebensbedingungen der dort vorkommenden Pflanzen- und Tierarten deutlich verbessern“, erklärt der Leiter der Landschaftsstation im Kreis Höxter, Frank Grawe.
Foto: Frank Grawe